Studentischer Kurzfilm – im Genre Heimatfilm/Roadmovie
FH Kiel – Studiengang Multimediaproduktion
Modul: Audio- und Videoproduktion
Betreuung: Christian Mertens, Prof. Dr. Gunnar Eisenberg, Prof. Dr. Tobias Hochscherf
Projektbeschreibung
„Minus mit Linus“ ist ein studentisches Filmprojekt, das im Rahmen des Moduls Audio- und Videoproduktion an der Fachhochschule Kiel entstanden ist. Der Film wurde im Sommersemester 2021 realisiert – ursprünglich für das Wintersemester geplant, musste der Dreh aufgrund pandemiebedingter Auflagen verschoben werden. Von der ersten Idee über das Drehbuch bis hin zur Postproduktion wurde der Film in kompletter Eigenverantwortung eines vierköpfigen Teams produziert.
Das Ergebnis ist ein fünfminütiger Kurzfilm, der die klassischen Genre-Vorgaben Heimatfilm und Roadmovie auf humorvolle und kreative Weise neu interpretiert. Gedreht wurde an drei Tagen im ländlichen Schleswig-Holstein.
Inhalt & Stil
Im Zentrum der Geschichte stehen Linus und Anna – ein junges Paar, das auf dem Land lebt, jedoch über digitale Medien eng mit der Welt verbunden ist. Trotz der physischen Nähe leben sie in völlig verschiedenen digitalen Sphären: Linus ist internetsüchtiger Konsumjunkie, ständig auf der Suche nach neuen Online-Angeboten und Paketen. Anna dagegen verfolgt obsessiv die Finanzmärkte und investiert in Aktien, bespricht ihre Pläne akribisch mit Linus – der jedoch mehr mit dem Auspacken seiner neuesten Bestellungen beschäftigt ist.
Der Briefträger, der tagein, tagaus große Mengen Pakete liefern muss, wird so unfreiwillig zur tragenden Figur des Roadmovie-Elements: sein täglicher, mühsamer Weg durch die Abgeschiedenheit ist ein wiederkehrendes Motiv des Films. Der Aspekt des Heimatfilms zeigt sich in der ländlichen Kulisse und der sozialen Isolation, die durch den digitalen Rückzug der Protagonisten noch verstärkt wird.
Die Geschichte kulminiert schliesslich in einem Stromausfall – Linus und Anna haben ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlt, zu sehr waren sie mit Konsum und Kapital beschäftigt. Ohne Licht, ohne Internet – aber auch ohne Ablenkung – finden die beiden schließlich wieder zueinander.
Gestalterischer Ansatz
„Minus mit Linus“ ist eine satirische Auseinandersetzung mit Konsumverhalten, digitaler Überforderung und dem Zustand moderner Beziehungen. Die filmische Umsetzung kombiniert dokumentarische Elemente mit inszenierter Komik und schafft dabei eine pointierte Kritik an kapitalistischen Routinen – mit einem Augenzwinkern.
Die Hauptrollen wurden von Tristan Steeg, Tiffany Köberich und Max Herzogenrath gespielt. Die reduzierte Drehzeit, das private Setting und die enge Teamarbeit spiegeln sich in der dichten Atmosphäre des Films wider.
Meine Aufgaben bei diesem Projekt:
- Drehbuch
- Konzeption
- Sponsering
- Storyboarding